Fahrdienst, Probentransport
Regulärer Tourenplan, tägliche Anfahrt
Jeder Kurierfahrer hat einen festen Tourenplan und fährt seine Praxen zu einer relativ konstanten Zeit täglich an.
Von den Arztpraxen, mit denen ein täglicher Probentransport vereinbart wurde, wird erwartet, daß die Laborproben mit den Untersuchungsaufträgen bereitstehen, wenn der Kurierfahrer vor Ort ist. Längere Wartezeiten können nur in wichtigen Ausnahmefällen eingeräumt werden.
Sollte der Überweisungsauftrag zur Probe noch nicht vom Arzt unterschrieben sein, so kann dieser auch nachgereicht werden, wenn er vorab per Fax dem Labor übermittelt wird.
Postversand von Proben
Prinzipiell ist der Versand von Laborproben auch per Post möglich. Hierfür gelten aber folgende Einschränkungen:
- Viele Analyte haben eine begrenzte Stabilität: unbedingt vorher im Laborindex bzw. Untersuchungverzeichnis auf dieser Homepage nachsehen, ob die fragliche Probe für den Postversand geeignet ist !
- Mikrobiologische Proben sind prinzipiell auf dem kürzsten Weg ins Labor zu transportieren - Ausnahmen nur für einzelne Anwendungen möglich, bitte im Labor erfragen.
- Vollblut ohne Zusatz ist für den Postversand schlecht geeignet, da Hämolyse durch den Transport verstärkt wird. Hier sollte nach Möglichkeit das Serum in der Praxis abgetrennt und verschickt werden. Auch EDTA-Blut für Blutbilder eignet sich nur bedingt für den Postversand (Hämolyse möglich).
- Vorschriftsmäßige Verpackung der Probenröhrchen und Nutzung unserer Versandtüten sind nötig !
Anfahrt auf Abruf
Praxen, mit denen vereibart wurde, daß sie nicht im täglichen Tourenplan angefahren werden, informieren das Labor per Fax oder Telefon bis spätestens morgens 9.00 Uhr, wenn eine Probe abzuholen ist. Auch hier ist die Zeit bekannt, zu der der Fahrer in der Praxis erscheint. Zu einem späteren Zeitpunkt ist eine Abholung nur möglich, wenn der Tourenplan dies noch zuläßt.
Rückruf von Fahrern:
In sehr dringenden Situationen kann es vorkommen, daß noch eine Laborprobe abzuholen ist, nachdem der Fahrer bereits am anderen Ort ist. Hier muß im Einzelfall entschieden werden, ob ein Rückruf tatsächlich noch möglich ist. Alternativ muß entscheiden werden, ob die Probe bis zum nächsten Tag gelagert werden kann oder der Patient oder sein Begleiter die Probe direkt ins Labor fahren kann.
Eilige Anforderung nachmittags:
Probenabholung außerhalb der üblichen Tourenzeiten vormittags zwischen 9 und 12 Uhr ist nicht vorgesehen. Das Labor hat keinen Not-, Nacht- oder Wochenend-Dienst. Sollte eine eilige Probe nachmittags anfallen, ist zwischen behandelndem Arzt und Laborarzt zu klären, ob durch einen eiligen Probentransport die Zeit für die Diagnostik entscheidend verkürzt wird oder die Probe evtl. bis zum nächsten Morgen zwischengelagert werden kann.
Die Möglichkeit des Transports durch den Patienten, einen Angehörigen oder ein Taxi (zu Lasten der Praxis) bleibt jederzeit offen. In sehr dringenden und für den Patienten kritischen Fällen sollte, wenn auf anderem Wege der Transport nicht möglich ist, das nächste Krankenhaus kontaktiert werden, das über einen Labor-Präsenzdienst verfügt.